Einstieg in Warmaster


Wenn die Gelegenheit besteht, würde ich jedem Interessenten empfehlen, erst einmal ein paar Probespiele mit einem Veteran zu machen. Das ist der bequemste Weg, um die Regeln zu lernen und kostet am wenigsten Zeit und Geld (falls man es sich doch anders überlegt). Zumindest in Wien und Umgebung gibt es einige Warmaster-Veteranen, die hier gerne helfen, auch bei der Erstellung und Auswahl von Armeen. Werft mal einen Blick ins Warmaster-Forum der Festung (www.diefestung.com/forum). Auf Anfragen wird dort immer geantwortet.

Aber welche Armee ist die richtige? Sehr zu empfehlen ist an dieser Stelle der Warmaster Army Generator von „Brumbaer“ Stefan Hess. Hr. Hess war bei der Erstellung des Warmaster Regelbuchs beteiligt und bietet dieses Programm zur Erstellung von Armeelisten gratis an (www.brumbaer.de). Mit diesem Programm kann man bequem mit Armee-Aufstellungen herumspielen und schauen, welche Einheiten man sich kaufen möchte.

Die Standard-Grösse einer Warmaster-Armee sollte mindestens 1500 Punkte betragen. Der Grund ist, dass Spiele mit 1000 Punkten durch Erreichen des Breakpoints sehr schnell vorüber sind und meist derjenige gewinnt, der als erstes angreift (sehr oft die Seite mit der entsprechenden Kavallerie). Erst ab 1500 Punkten kommt die für Warmaster typischen „Angriff-Gegenangriff“-Taktiken zum Tragen.

Prinzipiell ist zu sagen, dass Hochelfen und Chaos wohl die besten Einsteiger-Armeen sind, trotzdem gibt es viele, die ein bestimmtes Lieblingsvolk haben, von dem sie nicht abrücken wollen, oder solche, die keine 08/15 Armeen spielen wollen.
Meist empfiehlt es sich, eine Armee erst auszutesten, und dazu ist es nicht immer gleich nötig, diese zu kaufen. Eine kostengünstige Variante, ist es, Armee-Counter auf Papier zu drucken, was durch die rechteckigen Bases (2x4cm) erleichtert wird. Einige Warmaster-Seiten bieten sogar vorgefertigte Counter zum Herunterladen an.

Wer keine Probleme mit englischen Regelbüchern hat, sollte sich überlegen, die „Battle of Five Armies“ zu kaufen (besonders Herrn der Ringe Fans ist dieser Weg zu empfehlen). Die Box spielt die Schlacht der fünf Heere am Ende von „Der Hobbit“ nach und enthält alles, was man braucht, um gleich loszulegen. Die Spielmechanik ist zu 90% mit Warmaster ident, die speziellen Steck-Bases sind gut geeignet, um die Figuren erst aufs Base zu stecken und für die Bemalung wieder abzunehmen. Diejenigen, die später auf Warmaster umsteigen wollen, haben auch gleich einen Grundstock an Einheiten. Besonders Ork&Goblin-Spieler werden ihre Freude haben, es befinden sich aber auch ein paar brauchbare Einheiten für künftige Zwergen-, Hochelfen-, Menschen- oder Vampir-Generäle in der Box.