Warmaster Einführung


Grundsätzliches
In der Fantasy-Welt „Warhammer“ kommt es immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den vielen verschiedenen Völkern, die mittels Tabletop-Spielen nachgespielt werden. Während das Schwester-System Warhammer Fantasy sich dabei mehr um die Details kümmert und quasi auf die Kern-Szenen einer Schlacht zoomt, in denen die Helden der jeweiligen Armeen (umrundet von ihren Gefolgsleuten) aufeinandertreffen, konzentriert sich Warmaster auf das gesamte Bild. Dieser Unterschied wird einem auch sofort bewusst, wenn man die Massen an 10mm Modellen sieht, die ein Warmaster-Schlachtfeld bevölkern.

Bei Warmaster geht es um die Gesamtstrategie einer Armee in der Schlacht, es geht darum, die entscheidenden Geländestücke unter Kontrolle zu bringen, seine Einheiten richtig aufzustellen, den perfekten Zeitpunkt für den Angriff abzuwarten und das Zusammenspiel der unterschiedlichen Einheiten richtig zu steuern. Warmaster kümmert sich nicht um die Ausrüstung von Einheiten, um überragende Einzelhelden oder alles vernichtende Magie, bei Warmaster stehen die kämpfenden Massen im Vordergrund.

Die Spielmechanik im Überblick
Warmaster ist ein befehlsorientiertes Tabletop-Spiel. Einheiten haben zwar einen zugewiesenen Bewegungswert, können diesen aber nur einsetzen, wenn sie von ihren Befehlshabern einen erfolgreichen Befehl bekommen haben. Der Vorteil ist dabei, dass eine Einheit auch mehrere Befehle pro Runde bekommen darf. Damit definiert sich auch gleich die Rolle der Helden. Sie sind nicht die alles entscheidenden Superhelden, wie man sie aus anderen Tabletop-Spielen kennt, sondern sie sind in erster Linie Befehlshaber, die ihre Einheiten dazu antreiben, sich in die Hitze der Schlacht zu bewegen.

Ähnlich ist die Rolle von Magie und magischen Gegenständen in Warmaster zu sehen. Sie haben ein eher geringes Gewicht. Es kommt natürlich vor, dass Magie (oder ein Charaktermodell) ein Warmaster-Spiel entscheiden, aber dann eher als Zünglein an der Waage in Verbindung mit dem Rest der Armee, kaum jemals alleine.

Armeelisten in Warmaster
Die sechs Grundarmeelisten (Hochelfen, Imperium, Zwerge, Untote/Khemri, Chaos, Orks&Goblins) sind bereits im Grundregelbuch enthalten und sie begnügen sich mit zwei bis höchstens drei Seiten Beschreibung. Also nicht nur, dass die Armeelisten übersichtlicher sind, man muss sich auch nicht für jede Armee ein eigenes Armeebuch kaufen. Außerdem sind die Armeelisten recht gut gegeneinander ausbalanciert. Nachfolgende Armeelisten werden/wurden ausführlich testgespielt, bevor sie offiziell werden. Und dementsprechend kann man mit jeder Armee gegen jede gewinnen.
Aber auch die Spieler, die gerne mehr Auswahl an Armeen haben, werden bedient. Für fast alle Armeen, die in Warhammer Fantasy Battle repräsentiert sind, gibt es eine entsprechende Armee in Warmaster.

Offizielle Armeen:
Zu den Grundarmeen aus dem Regelbuch: Chaos, Hochelfen, Imperium, Orks&Goblins und Untote (á la Khemri) kommen noch andere, wie Kislev, Bretonen, Echsenmenschen, Dunkelelfen und Vampire.
Armeen mit inoffiziellem Status sind: Skaven, Dämonen und Söldner.
Außerdem ist eine Armee in Vorbereitung, die man bis jetzt in der Warhammer Welt noch nicht kannte: „Arabien“. Der Erscheinungstermin steht allerdings in den Sternen.

Viele dieser zusätzlichen Armeelisten sind in den beiden „Warmaster Annuals“ 2002 und 2003 abgedruckt, können aber noch einfacher über die Seite www.specialist-games.com heruntergeladen werden. Die Specialist Games Seite ist überhaupt eine Schatzkiste für Warmaster-Spieler - dort findet man viele weitere Zusatzregeln und Artikel und die Seite wird wöchentlich aktualisiert.
Wer die entsprechenden Zugänge zu den noch geheimeren Labyrinthen des Warmaster-Wissens kennt, wird sogar Armeelisten für Goblins, Hexenjäger, Chaoszwerge, Waldelfen und Oger-Armeen finden. Allerdings ist fraglich, ob Games Workshop diese Armeen jemals offiziell zulässt, geschweige denn dafür Modelle produziert.
Wahrscheinlich wird bis Mitte 2006 ein gesammeltes Armeebuch herauskommen, in denen alle offiziellen Armeelisten zusammengefasst und überarbeitet werden.