Die Geschichte der Blood Bowl Association of Austria (BBAA)


Vor urlaaaaanger Zeit wurde ein Spiel in Frankreich erfunden, das sich ausgerechnet um American Football drehte - mit dem ganz kleinen Unterschied, dass es sich bei den Spielern um Zwerge, Riesen, Elfen und andere Fabelwesen handelte. Also doch kein Unterschied zu echtem Football! Dieses - damals neue - Spiel fand jedoch an Resonanz gleich NÜLL.

Vor nicht allzulanger Zeit (80er Jahre des letzten Jahrhunderts) krallten sich die Mannen (und Weibchen?) von Games Workshop dieses Spiel und entwickelten eine - natürlich englischsprachige - 2. Version. Diese darf nun als die eigentlich gelungene bezeichnet werden. Doch Games Workshop blieb nicht untätig, nahm Regelvorschläge auf, spielte mit Kanonen, Katapulten und Spielern herum, änderte manches, warf neue Zinnfiguren sowie Ergänzungen auf den Markt und verdiente noch immer zuwenig. Kurzum, es war wieder einmal an der Zeit, eine neue, die Version No. 3, unter das wartende Volk zu bringen.

Das Brett wurde bei Version 3 von der Größe her verändert. Alle Bloodbowlsüchtigen mußten in die Shops traben und brachten ihr Erspartes an. Ereigniskarten, die kontroversielle Reaktionen erzeugten, wurden eingeführt, Zauberer störten das Spielgeschehen, usw. Dies war der Status Quo bis in den Sommer 2498. Man munkelte allerorten über eine neue Version, die schon in Planung, nein bereits fertig, oder doch schon ausverkauft oder gar vielleicht erst angedacht ist! 2500 war es dann soweit - Version 4 - "The Golden Rules" erschien. Was hatten sich die Games Workshopler ausgedacht? 

Eigentlich nur die Korrektur von Regelunstimmigkeiten, gefährliche Spitzen im Spiel wurden gekappt, usw. Ein neues Brett, Regelwerk oder was auch immer mußte NICHT angeschafft werden, der Bloodbowler kann auch heute mit seinem Material, das er vor mehreren Jahren erstand, ins aktive Sportgeschehen eingreifen - Danke Games Workshop!

Da Games Workshop sich mit diesem kleinem Spielsystem nicht mehr auseinandersetzen wollte (vermutlcih verdienen sie daran noch immer zuwenig), kam mit dem Erscheinen der unerwünschen Golden Rules, Bewegung in die weltweite BB-Szene.
Einige eingefleischte Bloodbowler gründeten das BBRC. Seitdem gibt es jährlich einen Rules Review, in den Regelunstimmigkeiten geklärt und ggf. geändert werden.
Statt der Spielkarten gibt es nun z.B. Handycap-Rolls, neue Rassen entstanden und jährlich gibt es ein neues Regelbuch, das es im Internet zum Downloaden gibt.

Wie entstand / entwickelte sich die BBAA?

Sofort bei Erscheinen der Games Workshop-Version wurden in Wien gleich mehrere Spielsüchtige darauf aufmerksam. Rudy E. (der dies hier für die nächste Million an Generationen niederschreibt) meinte: "Tolle Rolle, da wär' ja 'ne Liga ganz supppa!" Schnell waren Flugzettelchen gekritzelt, in den wenigen einschlägigen Geschäften (z.B. Spielerei) untergebracht und ... tatsächlich fanden sich einige, die Dank Dolmetscher den unverständlichen Papierkram decodieren konnten.

Wider Erwarten oder doch nicht ... traf sich die Gründermannschaft in einem Wr. Café. Man lernte sich kennen, schmiedete Pläne, chaosierte und es ging gut! Die BBAA hält seit mehr als 17 Jahren wacker durch, hatte in der Vergangenheit mal 12 Coaches, mal 16 oder 24 Coaches. Großteils war die Mischung an Coaches ein perfektes Cuvée und ab und an blökte das eine oder andere schwarze Schaf herum. Doch derartige Schafe fanden es irgendwann zu öde: "Dees is joo faad! Ka Remidemi, ka Saufarei, ka Uanreibal und kan Köch! Do geh' i wieda!" Und schon waren und blieben sie fort! Interessant auch die Einstellung der Coaches dem Bloodbowl gegenüber: Ausnahme Lolo Seidler befand: "Des sind doch eh nua Zinnfiguren!" Demgegenüber befand die deutliche Mehrheit: "NEIN, die haben ein Eigenleben! Schau, mein Werfer, der wirft exzellent und das schon 27mal. Das ist kein Zufall und über Würfelglück brauchen wir überhaupt nicht zu sprechen." Jimmy Steiner, ein bereits "fremdgegangener" pflegte mit seinen Spielern zu schimpfen, diese anzuschreien, sodaß es plötzlich mucksmäuschenstill im Raum wurde. Zitat: "Du Pfeif'n, scho wida vahaust den Ketsch! Du bist a Ketscha, spü a so, sunst sog is deina Oidn. De mocht di koid, waunsd ka Gasch mea hambringst!" Andere Coaches brachten Talisman, Zauberwürfel (nicht getürkt) oder extrem spielstörende Instrumente mit (Pfeiferl, Ratsche, Lokomotive und anderes, womit sich ganz besonders Rudy hervortat). Ebenfalls schon legendär sind seine Räucherstäbchen. Sofort nach Entzünden derselben schritt die Kellnerin im Lokal "Moccastuben" ein und beendete diesen unseligen Spuk. Vermutlich war sie von einem gegnerischen Coach bestochen!!

Eine Clubzeitung - die BLOODBOWL BABBLE - begleitet uns all die Jahre; hier finden sich Reportagen, selbstverständlich subjektiv betrachtet - was sonst? Selbstdarstellungen allerhöchster Güte fanden ihre Interessenten, legendäre Serien, wie die BB-Saga oder der Salon Helga erblickten das Licht der Welt! Loveletters an vergangene / zukünftige Gegner konnten das Augenmerk in mittlerweile über 200 Ausgaben der Babble lenken. Postspiele erfreuten und ärgerten die Teilnehmer, Regeländerungen fanden hitzigste Diskussionen, die in Ref-Sitzungen mündeten. Was sind diese Ref-Sitzungen? Sie finden einmal pro Jahr statt; vorzugsweise im warmen Spätfrühling. Warum? Tja, wenn man so im Garten, bei Wein, Mineral und Chips sitzt, macht's im Winter nicht so viel Spaß, eh kloa! Die Refs betrachteten Unstimmigkeiten der letzten Saison äußerst fair (dafür sei allen herzlichst Dank gespendet) und kreative Lösungen wurden erarbeitet - was gibt es Schöneres?

Was tut denn nun diese BBAA das ganze Jahr über? NIX .... außer mehrere Bewerbe pro Saison durchzuführen. Diese werden mit Grunddurchgang sowie K.O.-System bestritten. Darüberhinaus organisieren wir Sommerbewerbe um die Urlaubsmonate sinnvoll überbrücken zu können - bereits weltweit bekannt ist Mega-Bowl oder Aquabowl!
Seit einigen Jahren nehmen einige von uns an internationalen Turnieren (England, Deutschland, Amerika) teil und erzielten bereits einige beachtliche Erfolge.
Im April 2006 veranstaltete die BBAA das erste internationale Turnier in Österreich - die Schnitzelbowl.

 

Entnommen der Homepage von Rudy E., ergänzt und erweitert von Günther E.